Nach einem intensiven Evaluierungsprozess sowie zahlreichen Gesprächen über die Zukunft des Flag Football Frauen-Nationalteams beenden der AFBÖ und Head Coach Robert Riedl die Zusammenarbeit. In seiner Zeit führte Riedl, der 2023 auch in die Hall of Fame des AFBÖ aufgenommen wurde, Österreichs Frauen in zwei Amtsperioden an die Weltspitze – zuerst von 2008 bis 2016, danach von 2023 bis zuletzt. Unter ihm holte Team Austria 2024 bei der WM in Lahti den starken vierten Platz, ein Jahr darauf gab es bei der EM in Paris sogar die Silbermedaille zu bejubeln.
Für diese großartigen Erfolge und die professionelle Zusammenarbeit über insgesamt elf Jahre gebührt Riedl die größte Anerkennung seitens des AFBÖ.
Nächste Chance auf Olympia ab Sommer 2027
Die IFAF World Flag 2026 beendeten Österreichs Frauen auf Platz sechs, dort qualifizierten sich die Top-3 für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Um den Traum von der Olympia-Teilnahme noch zu erfüllen, geht es für sie nun, genauso wie für Österreichs Männer, über den zweiten Qualifikationsweg. Dieser führt die Nationalteams zuerst zur EM 2027 und bei einer dortigen Finalteilnahme zur Olympic Qualifier Series 2028 in Montreal und Orlando. Insgesamt drei Olympia-Plätze sind je Geschlecht noch zu vergeben.
Über die Nachfolge – sowohl bei Frauen als auch Männern – wird der AFBÖ im Herbst informieren.
Ex-Head-Coach Robert Riedl: „Nach drei Jahren als Head Coach des Frauen-Nationalteams habe ich mich entschieden, meine Funktion zurückzulegen. Im Zuge der Aufarbeitung der diesjährigen Weltmeisterschaft hat der AFBÖ-Vorstand eine Neuregelung der Zuständigkeiten beschlossen, durch die Teile meiner bisherigen Kernkompetenzen als Head Coach künftig beim Sportdirektor liegen. Da diese neue Aufgaben- und Kompetenzverteilung nicht meinem Verständnis der Funktion und Verantwortung eines Head Coaches entspricht, habe ich daraus die Konsequenz gezogen und meinen Rücktritt erklärt. Mein besonderer Dank gilt allen Spielerinnen sowie meinem gesamten Coaching- und Betreuerstab. Wir haben in den vergangenen drei Jahren gemeinsam viel investiert, erfolgreiche internationale Turniere bestritten und vieles erreicht, auf das wir gemeinsam stolz sein können. Ich persönlich bin sehr stolz auf das, was wir als Team in dieser Zeit erreicht und aufgebaut haben. Danke für euren Einsatz, euer Engagement und das Vertrauen, das ihr mir entgegengebracht habt. Ich wünsche dem Frauen-Nationalteam für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“
AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck: „Der Name Robert Riedl ist untrennbar mit dem Aufstieg und den tollen internationalen Erfolgen des Frauen-Flag-Nationalteams verbunden. Seine intensive Arbeit führte das Team an die Weltspitze heran. Vor dem Hintergrund der rasanten internationalen Weiterentwicklungen des nunmehr olympischen Sports, kommt es naturgemäß auch zu – wenn auch nur in Nuancen – Auffassungsunterschieden im Vorgehen im Hinblick auf eine Qualifikation für LA28. Robert Riedl hat hier eine klare Haltung, die der Verband auch respektiert, nun letztlich aber in einer geänderten Fortführung des Frauen Flag Nationalteam Programms mündet. Wir hoffen, dass der Hall of Famer Robert Riedl dem Flag-Football-Sport mit seiner fundierten Expertise in anderer Form weiter erhalten bleibt, bedanken uns für den Aufbau und das Geleistete und wünschen alles Gute für die Zukunft.„
AFBÖ-Sportdirektor Andreas Pröller: „Ich danke Robert Riedl herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz und seine wertvolle Arbeit für und rund um das österreichische Damen-Nationalteam. Um der zunehmenden Professionalisierung im internationalen Flag Football Sport gerecht zu werden und den Anschluss an die absolute Weltspitze nicht zu verlieren, beschreiten wir ab sofort neue, mutige Wege. Unser großes Ziel bleibt unverändert klar: Die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028.“



