Die Graz Giants haben die win2day Game Days Austrian Bowl XLI für sich entschieden, holten ihren elften Titel, den ersten seit 2008! Graz gewann am Samstag in Maria Enzersdorf ein packendes Duell mit Grunddurchgangssieger Danube Dragons 16:14 (7:14, 3:0, 0:0, 6:0). Nach einem 10:14-Pausenrückstand drehte das Team von Head Coach Stefan Pokorny die Partie und sicherte sich den insgesamt elften Meistertitel der Vereinsgeschichte.
Die Dragons erwischten den besseren Start. Quarterback Walter Kuhlenkamp brachte die Wiener mit einem Touchdown in Führung, Marcel Stefanek verwertete den Extrapunkt zum 7:0. Die Antwort der Giants ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Quarterback Bastian Steinmair führte sein Team ebenfalls mit einem Touchdown zum Ausgleich, Leo Lipták stellte mit dem Extrapunkt auf 7:7.
Noch im ersten Viertel schlugen die Dragons erneut zu. Wieder war es Kuhlenkamp, der für einen Touchdown sorgte, Stefanek zeichnete für den Extrapunkt verantwortlich. Im zweiten Abschnitt verkürzte Lipták per Field Goal auf 10:14, womit es auch in die Halbzeit ging.
Nach dem Seitenwechsel dominierten rundum die Defensivreihen. Im dritten Viertel blieb die Partie punktelos, ehe im Schlussabschnitt die Stunde von Leo Lipták schlug. Mit zwei Field Goals drehte der Kicker die Begegnung endgültig und fixierte den viel umjubelten 16:14-Erfolg der Giants. Ausschlaggebend war vor allem die starke Defensivleistung der Grazer, die die Dragons-Offense nach der Pause komplett unter Kontrolle hatte.
Die Austrian Bowl XLI war das Duell der beiden besten Defensiven der Liga. Aufseiten der Giants überzeugte der heimische Quarterback Bastian Steinmair in seiner ersten vollen Saison als Starter, während Dragons-Spielmacher Walter Kuhlenkamp zwar zwei Touchdowns erzielte, sich aber auch zwei Interceptions leistete – eine unmittelbar vor der Halbzeit, die zweite kurz vor Ende des dritten Viertels. Im Grunddurchgang hatten sich Giants und Dragons jeweils einmal durchgesetzt.
Die Ladies Bowl XXVII sicherten sich die Swarco Raiders Tirol. Sie gewannen mit 30:20 gegen die Salzburg Ducks. Der dritte Titel in Folge für die Tirolerinnen.
ORF-Stimmen zur win2day Game Days Austrian Bowl XLI
Matthias Rebl (Danube Dragons):
„Wir sind offensiv super ins Spiel gestartet. In der Defense haben wir etwas gebraucht, bis wir hineingefunden haben, danach waren wir aber da. Graz hat verdient gewonnen. Wir haben über die gesamte Saison viel richtig gemacht, aber am Ende ist das letzte Spiel das wichtigste. Wenn man das nicht gewinnt, bleibt ein fader Beigeschmack.“
Walter Kuhlenkamp (Quarterback Danube Dragons):
„Ich bin natürlich traurig, dass ich unser Team nicht zu Sieg führen konnte. Gratulation an Graz, sie haben das heute wirklich gut gemacht. Es ist eine Ehre, Teil dieses Teams zu sein – hier ist alles wie eine Familie. Jetzt gilt es, stärker zurückzukommen.“
Bastian Steinmair (Quarterback Graz Giants):
„Defense wins championships – unsere Defense hat heute einen Mörderjob gemacht. Danke an die Defense! Kleine Fehler haben uns zwar mehr Punkte gekostet, aber am Ende hat es gereicht. Als österreichischer Quarterback hat dieser Titel einen besonders großen Stellenwert. Als ich Starter geworden bin, war das Ziel, die Austrian Bowl zu gewinnen. Dass uns das jetzt gelungen ist, ist einfach Wahnsinn.“
Franz Korger (Graz Giants):
„Heuer haben wir gesagt: Es reicht, wir ziehen in die Austrian Bowl ein und holen den Titel. Wir haben viel Kontakt mit den Spielern, die den letzten Meistertitel nach Graz geholt haben. Dass wir es jetzt nach so vielen Jahren wieder geschafft haben, macht mich unglaublich stolz. Ich bin stolz auf die gesamte Mannschaft.“
Michael Hönig (Head Coach Danube Dragons):
„Es ist zäh, wieder das Gefühl zu haben, dass wir uns selbst geschlagen haben. Wir haben zu viele Eigenfehler gemacht. Irgendwie können wir damit besser umgehen, weil wir wissen, dass wir es selbst in der Hand hatten. Das soll die Leistung der Graz Giants aber keinesfalls schmälern – sie haben verdient gewonnen.“
Stefan Pokorny (Head Coach Graz Giants):
„Ich bin überglücklich, ich kann es noch gar nicht richtig fassen. Ich freue mich riesig darüber, wie alles gelaufen ist. Es war eine harte Partie. Die ersten beiden Drives waren die Dragons hervorragend auf uns vorbereitet, danach haben wir uns angepasst. Am Ende des Tages zählt nur, dass wir es geschafft haben.“



