Vor Kurzem informierte Michael Salamon den AFBÖ über seinen Rücktritt als Head Coach des österreichischen Flag Football Männer-Nationalteams. Der AFBÖ bedankt sich herzlich bei Michael Salamon für die großartige Zusammenarbeit über mehr als sechs Jahre auf höchstem Niveau. Innerhalb seiner Amtszeit krönte sich das österreichische Männer-Nationalteam 2023 und 2025 zum Vize-Europameister sowie 2024 zum Vize-Weltmeister.
Suche nach neuem Head Coach bereits gestartet
Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits auf Hochtouren, zusätzlich werden schon in naher Zukunft weitere essenzielle Schritte gesetzt, die die Olympia-Qualifikation über den zweiten Weg – jenen über die EM 2027 und die darauffolgende Qualifier Series – ermöglichen sollen.
In der bisherigen Nachbetrachtung der Weltmeisterschaft gab es bereits zahlreiche gute Konversationen – und auch das Abschlussgespräch mit Ex-Head-Coach Michael Salamon bestärkt den Verband, dass die geplanten Schritte die Richtigen sind.
Neu hinzu kommt, dass Sportdirektor Andreas Pröller vom Vorstand des AFBÖ mit mehr Kompetenzen ausgestattet wird. Mit dieser Erweiterung übernimmt der Sportdirektor künftig die strategische Weichenstellung für die sportliche Zukunft. Gemeinsam mit dem neuen Head Coach und dessen frischen Impulsen stellt der Verband den Kurs neu ein – mit dem klaren Ziel, an vergangene Erfolge anzuknüpfen und das Ticket für die Olympischen Spiele in Los Angeles zu lösen.
Ex-Head-Coach Michael Salamon: „Ich lege hiermit meine Position als Head Coach des österreichischen Männer Flag Football Nationalteams nieder. Das kürzliche Abschneiden bei der WM war natürlich für alle enttäuschend und als Head Coach ist es am Ende auch meine Verantwortung. Dennoch wäre das kein Grund aufzuhören, vielmehr wäre es der Ansporn, jetzt die Challenge zu akzeptieren und das Team zurück in die Erfolgsspur zu bringen. Einzig ist dies aufgrund der inzwischen deutlich gestiegenen zeitlichen Herausforderungen für mich nicht mehr abbildbar. Die schöne Entwicklung unseres Sports bedeutet auch immer professionellere Strukturen, sodass das in einem Nebenjob aktuell nur mehr schwer vereinbar ist. Ich möchte mich vor diesem Hintergrund bei meiner Familie, besonders meiner Frau, bedanken, die mir dies immer ermöglicht hat. Weiters bei meinen Coaches und Staff, die hervorragend gearbeitet haben. Und nicht zuletzt auch beim Verband, der die Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt hat. Es war für mich immer eine Ehre als Head Coach des Nationalteams das Team anzuführen. Und damit bin ich bei den Spielern – sie stehen am Feld und verdienen Dank und Respekt für die Leistungen der letzten Jahre. Und die Erfolge waren für ein kleines Land wie Österreich enorm. Halbfinale bei den World Games, danach drei Mal der Finaleinzug und Silber bei Europa- und Weltmeisterschaften. Platz 2 im World Ranking bis zu dieser WM war der Lohn für die gemeinsame Arbeit. Nun ist es Zeit, dass neue Impulse gesetzt werden und weiterhin alle verfügbare Energie ins Nationalteam gesteckt wird, damit an die bisherigen Erfolge angeschlossen werden kann. Der Olympiatraum ist noch nicht zu Ende. Ich werde die Daumen drücken und wünsche dem Nationalteam nur das Beste für die nächsten Aufgaben.“
AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck: „Unter Head Coach Michael Salamon wurde irrsinnig viel erreicht. Österreichs Männer haben sich unter der Weltspitze etabliert und damit überhaupt erst die Grundlagen gelegt, dass Österreich mitten in der Qualifikation um ein Ticket für LA28 steht. Dabei werden die Anforderungen und vor allem die Zeit, die man dafür benötigt, immer größer. Dass dies neben einem Fulltime-Job nicht mehr darstellbar ist, ist klar und nachvollziehbar. Ich möchte mich namens des AFBÖ bei Michael Salamon für das Geleistete und seine Verdienste aufs Herzlichste bedanken. Der Dank gilt auch seiner verständnisvollen Familie, die ihm bei seinen Coaching-Tätigkeiten stets den Rücken freigehalten hat.“
AFBÖ-Sportdirektor Andreas Pröller: „Ein großer Dank gilt Michael Salamon und seinem gesamten Trainerteam für ihren unermüdlichen Einsatz in den vergangenen Jahren. Unter seiner Führung hat er das österreichische Team bis an die Weltspitze gebracht – eine Leistung, die wir ihm und seinem Staff nicht hoch genug anrechnen können. Das Vorbereitungsjahr auf diese Weltmeisterschaft war mit Verletzungssorgen und personellen Umbauten extrem herausfordernd. Auch wenn das sportliche Abschneiden letztlich hinter unseren gemeinsamen Erwartungen geblieben ist, hat das Trainerteam in jeder Situation professionell und lösungsorientiert gearbeitet, um sämtliche Hürden zu meistern. Wir danken Michael Salamon herzlich für seine Arbeit und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste!“



